Nach dem wir im 2013 auf Ferien verzichtet haben, wollten wir im Juli 2014 wieder ein bisschen weiter weg fliegen.
Wir haben uns lange überlegt, ob es für uns nochmals in die USA gehen sollte, denn die USA gefällt uns sehr, aber weil wir schon zwei mal dort waren, beschlossen wir dass es eine Kanada-USA Reise werden sollte. Kanada ist auch eines der Länder, welches wir umbedingt mal bereisen wollten.
TAG 1 - TAG 2
Wir sind von Zürich aus via London nach Boston geflogen. Wir wollten den Start und Endpunkt in die USA legen, weil dass für das mieten eines Mietwagen einfacher und vor allem kostengünstiger ist.
Unser Hotel lag gegenüber dem Hard Rock Café und ganz in der Nähe der Faneuil Markthalle und auch das berühmte Old State House war nur ein Katzensprung entfernt.
Wenn wir Städte in einer Rundreise einplanen versuchen wir immer ein möglichst zentrales Hotel zu finden, damit wir uns vieles zu Fuss anschauen können und nicht unnötig Zeit verlieren um ins Zentrum der Stadt zu gelangen.
Boston mit seiner Lage am Wasser und den historischen Gebäuden hat uns sehr gefallen und würden wir uns sicherlich nochmals bereisen.
TAG 3
Von Bosten aus fuhren wir in den Norden nach Kanada. Unseren ersten Stop in Kanada legten wir im Fundy Nationalpark oder besser gesagt im Dörfchen Alma ein. Dieser Nationalpark ist bekannt für sein Ebbe / Flut Phänomen. Denn bei Ebbe kann man auf dem Meeresboden spazieren, der sich bei Flut mehr als neun Meter unter der Wasseroberfläche befindet. Hier Wandern zu gehen ist einfach spektakulär. Übernachtet haben wir dann aber in Moncton, dass liegt ca. 80 km weiter nördlich.
TAG 5 & TAG 6
Unseren nächsten Stop legt wir im Cape Breton National Park ein. Wir sind aber nicht direkt nach Ingonish Beach gefahren, sondern zuerst nach Chétichamp und dann nach Cape North, denn so konnten wir gleich eine ganze Runde durch den Nationalpark drehen. Dies waren zwar rund 70 Extrakilometer, aber diese lohnen sich aufgrund der tollen Küstenstrasse.
Übernachtet haben wir in Ingonish Beach in einem kleinen Häuschen direkt am Meer. Ihr seht es unten in den Bildern.
Am nächsten Tag wollten wir beim Warren Lake wandern gehen. Die Warren Lake Runde wäre rund 4.7km gewesen. Leider wurden wir aber sehr herzlich von abertausenden von Mücken empfangen und machten deshalb gleich kehrt um.
Wir sind dann zum Black Brook Cove und von dort am Meer entlang gegen Norden zum Jigging Cove Lake gewandert. An Meer entlang über die Felsen zu klettern ist echt mal eine andere Art des Wandern. Beim See wollten wir einmal rund herum und dann wieder am Meer entlang zurück. Dies hätte rund 9km ergeben. Da es aber auch an diesem See von Mücken nur so wimmelte und ich schon nach kurzer Zeit unzählige Male in den Kopf gestochen wurde, sind wir am See auf den Nordseite entlang und dann der Hauptstrasse entlang zurück zum Parkplatz. Dies ergab rund 6.5 Kilometer. Gesehen haben wir auf der Wanderung ausser Mücken sonst leider keine Tiere.
TAG 7 & TAG 8
Nun lag die mit Abstand längste Strecke vor uns, genauer gesagt 1‘275 Kilometer sollten es bis nach Quebec sein. Wir wurden aber gleich auf den ersten Kilometer mit der Sichtung eines Elches belohnt. Der Rest war dann leider eher unspektakulär zu fahren. Es ging meistens nur gerade aus und nach über 13 Stunden Autofahrt sind wir spätabends in Quebec angekommen.
In Quebec wird zwar Französisch gesprochen, aber mit English kommt man hier sehr gut zurecht. Die Stadt mit ihren alten Gebäuden ist echter ein Augenschmaus.
TAG 9
Wir hatten bis zu diesem Tag immer sehr Glück mit dem Wetter. In Montreal wurden wir dann aber den ganzen Tag heftig verregnet. Da es leider unser einziger Tag dort war, haben wir ausser die Einkaufsmeile und dem Weg vom Hotel dorthin leider nicht viel von der Stadt gesehen.
TAG 10 & TAG 11
Leider hielt das schlechte Wetter an, für den 10. Tag denn wir grösstenteils im Auto verbracht hatten (750 km) wäre es egal gewesen, aber leider viel auch der Tag danach im Bruce Peninsula National Park noch ins Wasser. Nach dem wir den halben Tag im Visitor Center abhingen und schon darüber nach dachten nach Toronto zu fahren, sind wir dann doch gegen Mittag in den strömenden Regen raus.
Wir waren mit guten Wasserdichten Schuhen und Regenbekleidung ausgerüstet. Aber auf den Felsen mussten wir trotzdem enorm aufpassen, weil diese extrem rutschig waren. Uns sind aber auch Touristen in FlipFlops entgegen gekommen.
Übernachtet haben wir in Wiarton, ein sehr kleines Städtchen, dass zwar einen super grossen Supermarkt hat, aber ansonsten von uns aus gesehen nicht viel zu bieten hatte.
TAG 12 & TAG 13
In Toronto begrüsste uns dann wieder die Sonne. Vom CN Tower aus hat man einen fantastischen Blick über die Stadt. Diese Stadt wird sich sicherlich noch sehr verändern, denn es gab unzählige Baustellen.
Für einen Einkaufsbummel spaziert man am besten an der Yonge Street entlang. Am Wasser entlang hat es viele schöne Parks und ist super um joggen zu gehen.
TAG 14
Von Toronto aus hatten wir mit rund 140 km zu den Niagara Fällen mal einen echt kurzen Anfahrtsweg. Hier hat es sich auch gelohnt früh zu sein, denn auf dem Parkplatz auf der Kanadische Seiten konnten wir noch frei wählen wo wir auf dem riesigen Parkplatz parkieren wollten. Als wir am späteren Nachmittag zurück bei unserem Auto waren, bildete sich eine riesige Warteschlange für genau diesen, jetzt nicht mehr leeren Parkplatz.
Im Internet wird gesagt, dass die Kanadische Seite die schönere Seite ist. Wir haben dass auch so empfunden. Wir hatten die „Journey behind the Falls“ ausgewählt. Das Observations Desk ist toll, aber der Tunnel bei dem man dann hinter den Fällen steht, fand ich echt überbewertet. Man ist so weit entfernt und sieht eigentlich nur ein weisses Loch.
Das Städtchen Niagara Falls ist extrem touristisch und ziemlich überlaufen.
Ich glaube ich habe hier die mit abstand am schlechtesten Spaghetti Carbonara gehabt.
TAG 15 & TAG 16
Mit rund 680 Kilometer Anfahrt nach Washington hatten wir nochmals eine längere Fahrt vor uns.
Der Grenzübertritt bei den Niagara Fällen hat reibungslos und schnell geklappt. Wir gehen aber davon aus, dass es daran lag dass unser Mietwagen ein USA-Kennzeichen hatte, weil wir diesen ja in Boston angemietet hatten.
Washington ist nicht nur aus Architektonischer Sicht (das weisse Haus, das Kapitol, Washington Monument, Lincoln Memorial, etc) bombastisch sondern auch die vielen kostenlosen Museen sind einen Besuch wert. Aber auch zum Joggen ist es empfehlenswert. Vom Lincoln Memorial bis zum Kapitol und zurück sind rund 7km und am morgen früh hat es noch nicht viele Spaziergänger, dafür traf ich ein paar andere Joggen an.
TAG 17 - TAG 21
New York
Wir haben uns die typischen Sehenswürdigkeiten angeschaut und waren auch Shoppen. Hier unsere persönlichen Tipps:
- Aussichtsplattformen: Unterdessen war wir auf allen 3 Aussichtsplattformen und jede hat seine Vorzüge. Wenn es nach mir geht hat das Empire State Building das Nostalgie Flair, das Rockefeller die Beste Aussicht (Central Park und Empire State Building) und das WTC ist das modernste. Wenn ich mich aber für eines entscheiden müsste, würde ich das Rockefeller aufgrund der Aussicht und mein Freund das Empire State Building aufgrund seines Flairs wählen.
- Brooklyn Bridge: Vom Empire Fulton Ferry Park hat man eine tolle Sicht auf die Brooklyn Bridge.
- Chelsea Market / High Line: Im Chelsea Market gibt es unzählige Köstlichkeiten zu kaufen, bringt unbedingt Hunger mit. Die High Line ist eine 2.3km lange nicht mehr genutzte Güterzugstrasse die 2006 zu einer Parkanlage umgebaut wurde. Hier kann man gut verweilen und sich die Köstlichkeiten aus dem Chelsea Market schmecken lassen, denn sie liegen dicht beieinander.
- Flughafentransfer: Vom Flughafen JFK sind wir mit dem SuperShuttle nach Manhattan gefahren. Das hat für mich einfach viel zu lange gedauert und ich glaube wir waren an jedem Terminal, bis der Super Shuttle voll war und es endlich Richtung Manhattan losging.
- Freiheitsstatue: Es gibt die Möglichkeit in die Krone hinaufzusteigen, diese Tickets muss man jedoch im Voraus buchen und man sollte unbedingt darauf achten, dass der Name auf den Tickets identisch mit dem Namen im Reisepass ist. Zur Krone hinauf führt eine schmale Treppe mit 354 Stufen, nur für schwindelfreie Personen gedacht. Bei den Tickets für die Krone ist auch der Sockel mit inbegriffen, es geht hier 215 Stufen hinauf. Hier gibt es jedoch, wenn man sehr lieb fragt, die Möglichkeit einen Aufzug zu nehmen.
- Joggen: Wenn ihr gerne Joggen geht, dann müsst ihr unbedingt eine Runde im Central Park einplanen. Wir sind eine ganze, gross Runde gelaufen und das ergaben dann rund 10km. Auf der ganzen Strecke waren wir nie alleine unterwegs. Die Umgebung und die Stimmung sind einfach toll um Laufen zu gehen.
- Lage des Hotels: Wir hatten seit 2012 drei verschiedene Hotels. Das U Hotel an der 35th St/5th Ave, das Yotel an der 41st St / 10t Ave und the Strand an der 37th St zwischen 5th Ave und 6th Ave. Mir persönlich gefällt die Lage in der zwischen des Empire State Building und Times Square besser als an der 41st St /10th Ave. Und die Rooftopbar vom the Strand mit der Aussicht auf das Empire State Building ist auch echt toll,
- National September 11 Memorial and Museum: Besucht neben dem Memorial auch unbedingt das Museum, denn dies ist unglaublich eindrücklich.
- Stadtteile: Wir haben uns beim ersten Mal fast nur in Manhattan aufgehalten. Beim zweiten Mal waren wir noch in Brooklyn (Conny Island). Man sollte aber wenn man Zeit hat, sich auch die anderen Stadtteile anschauen.
- Shopping: Wir waren in beiden grösseren Outletzentren (Jersey Garden und Woodbury Common). Hier würde ich das Woodbury Common bevorzugen, weil mir die Art mit den einzelnen Häuschen besser gefällt als ein einzelnes grosses Gebäude. Für die Anfahrt in dieses Outlet empfehle ich, wenn ihr zu zweit seid, ein Auto zu mieten, denn das ist uns gleich teuer gekommen wie wenn wir mit dem Coach hin wären. Ebenfalls ist man mit einem Auto zeitlich flexibler und wir konnten unsere Einkäufe auch immer wieder im Auto deponieren.
TAG 22
Leider ging auch dieser Roadtrip nach 22 wunderschönen Tagen zu Ende. Wir sind von New York aus über London Heathrow zurück geflogen.
Gefahrene Strecken:
- Boston - Moncton = ca. 800 Kilometer
- Moncton - Ingonish = ca. 930 Kilometer
- Ingonish - Quebec = ca. 1'275 Kilometer
- Quebec - Montreal. = ca. 255 Kilometer
- Montreal - Wiarton. = ca. 745 Kilometer
- Wiarton - Toronto. = ca. 220 Kilometer
- Toronto - Niagara Falls = ca. 130 Kilometer
- Niagara Falls - Washington D.C. = ca. 655 Kilometer
- Washington D.C. - New York = ca. 370 Kilometer
Gesamthaft gefahrene Kilometer rund 6'000 Kilometer

Hotels:
- The Bostonian Boston, Boston
- Holiday INN Express & Suites, Moncton
- Sea Breeze Cottages, Ingonish Cape Breton
- Hotel des Coutellier, Quebec
- le petit hôtel, Montreal
- Waterview on the Bay, Wiarton
- Le Germain Hotel Maple Leaf Square, Toronto
- Sheraton on the Falls, Niagara Falls
- Sofitel Lafayette Square, Washington DC
- The Strand, New York
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